Episodenführer Folge 6

6. Der Schatz der Etrusker
Diese Folge spielt im Sommer 1989.

Unentwegt dreht sich die Mischmaschine vor dem Haus der Donners. Die Kinder sind der Arbeit ein wenig überdrüssig, auch weil Julius mit seinen beiden linken Händen kaum produktiv zum Forschritt des Umbaus beiträgt und sich stattdessen auch gerne mal dem „dolce fa niente“ hingibt. In der Bar beklagt sich Rosl im Gespräch mit Neveo über ihr Pech mit den Handwerkern, die nicht zur Arbeit erschienen sind. Dann zeigt sie ihm zwei etruskische Münzen, die sie im Baumarkt erworben hat und Julius zum Geburtstag schenken will. Gefragt nach seiner Einschätzung, ob sie echt sind, hat Neveo eine hervorragende Idee: Er zeigt die Münzen Giorgio, dem Wirt, und dessen Stammgast Stefano und behauptet, Donners hätten sie auf ihrem Grundstück gefunden. Schnell macht die Nachricht von diesem sensationellen Fund die Runde durchs Dorf. Und siehe da: Am anderen Morgen erscheinen alle Handwerker wieder am Haus, um den Graben für die Wasserleitung auszuheben. Natürlich dauert es nicht lange und auch Hermann taucht auf, um zu „helfen“. Alle wollen sich ihren Teil am Etruskerschatz sichern. Julius, der keine Ahnung von den Münzen hat, fühlt sich ausgeschlossen und tröstet sich mit einem Ausflug nach Talamone. Dort lernt er in einem Restaurant Vera kennen, die ebenfalls ein Haus in Montecastello besitzt und gerade von ihrem Geliebten verlassen wurde. Er lädt sie zu einem Kaffee ein und sie führen ein Gespräch über die Beziehung zwischen Mann und Frau. Als Vera behauptet, dass so gut wie jede Frau irgendwann in ihrem Leben einen Geliebten hat, macht ihn das sehr nachdenklich. Hermann, Ettore, Leonardo und Michele beäugen sich derweil auf der Baustelle misstrauisch. Plötzlich stößt Hermann mit der Schaufel tatsächlich auf den Eingang eines Etruskergrabs. Schnell tarnt er den Eingang wieder mit Erde, um sich später in Ruhe in dem Grab umzusehen. Doch Ettore, Leonardo und Michele haben etwas mitbekommen.

Ophelia und Neveo, die die Baustelle besuchen, erzählen den Umstehenden die Geschichte von Sebastiano, der vor vielen Jahren Etruskergräber ausgeraubt haben und unter mysteriösen Umständen auf dem Grundstück des Hauses verschwunden sein soll. Angeblich sollen die Etrusker ihn geholt haben. Alle lassen sich ein wenig von dem Schauermärchen beeindrucken. Doch in der Nacht tauchen sowohl Ettore als auch Leonardo und Michele in Gespensterlaken gehüllt wieder auf, um das Grab auszuheben. Als sie dort aufeinandertreffen, fliehen alle in Panik und landen in den Armen der Polizei, denen sie von Gespenstern am Haus der Donners berichten.  Damit ist der Weg frei für Hermann, der die Szenerie aus sicherer Entfernung beobachtet hat und nun seinerseits zu graben beginnt. Genau in dem Moment, wo sich Rosl, die dem Lärm vorm Haus nachgehen will, zu Hermann hinunter in den Graben begibt, taucht auch Julius auf, der inzwischen aufgewacht ist. Und genau in dem Moment, wo Julius eine wilde Schlägerei anzettelt, weil er Hermann vermeintlich erneut bei dem Versuch ertappt hat, mit seiner Frau anzubandeln, taucht Carabiniere Fausto auf. Und als dieser in dem Etruskergrab ein Skelett findet, nimmt er Hermann und Julius kurzerhand fest. Erst am anderen Morgen, als klar ist, dass es sich tatsächlich um Sebastiano handelt und dass dieser bereits seit vielen Jahrzehnten tot ist, dürfen beide wieder nach Hause. Zwischen Julius und Hermann kommt es durch dieses gemeinsame Erlebnis zu einer gewissen Annäherung. Als Rosl ihn bei der Polizei abholt, zeigt sie Julius die beiden Münzen. Dieser sagt ihr jedoch beleidigt, sie solle sie Hermann schenken. Daraufhin wirft sie die Münzen kurz vor Montecastello aus dem Auto. Als ein Junge aus dem Dorf sie findet, löst dies ein erneutes Massengraben aus.

 

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