Fehler und Auffälligkeiten

Wenn man genau hinschaut, fallen einem immer mal wieder kleinere und größere Fehler in der Serie auf. Wann und wo der Cutter oder der Continuity Manager gepatzt haben, das erfahrt ihr hier. Hier geht es auf keinen Fall darum, die Arbeit der Filmleute madig zu machen, denn solche Fehler gibt es wohl in jedem Film. Außerdem listen wir hier noch ein paar Auffälligkeiten, Merkwürdigkeiten und Ungereimtheiten aus der Serie auf.

FEHLERFehler (Goofs)

Im Osten geht die Sonne auf, im Süden nimmt sie ihren Lauf, im Westen wird sie untergehen, im Norden ist sie nie zu sehen. So haben wir das doch mal gelernt. Das gilt aber offenbar nicht für die Sonne in Montecastello. In „Der Kauf” (Folge 1) verlassen Julius, Rosl und Bea Donner bei 0:04:00 Std. ff. den Strand. Die Abendsonne wirft bereits lange Schatten auf den Sand. Während der anschließenden Fahrt nach Montecastello mit dem Auto (0:06:00 Std. ff) scheint die Sonne hoch vom Firmament. Bei ihrer Ankunft in Montecastello (0:07:10 Std.) läuten die Glocken und die Kirchturmuhr zeigt viertel vor fünf. Okay, der Strand ist einige Kilometer von Montecastello entfernt, aber dass die Rückfahrt die ganze Nacht und den folgenden Tag dauert, ist selbst mit einem sehr dichten Verkehr nicht zu erklären. Die Trauergemeinde, die im nächsten Augenblick aus der Kirche kommt, wirft wieder lange Schatten, denn die Sonne steht… im Osten! Eine Beerdigung mit Zwischenübernachtung in der Kirche! Als der Trauerzug die gut 50 Meter von der Kirche bis zur Bar Tripoli zurückgelegt hat, sind die Schatten wieder kurz. Der Zug muss also bis hierher mindestens zwei Stunden unterwegs gewesen sein, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 0,025 km/h entspricht. In der nächsten Einstellung steigen die Donners aus dem Auto und es ist schon wieder Abend. Wie die Zeit vergeht…

Obiger Sonnenstandfehler sei nur exemplarisch genannt für die vielen, die anschließend noch kommen. Oftmals werden solche Dinge im Film bewusst in Kauf genommen. Wichtiger ist, dass das Licht stimmt.

Bei 0:23:05 Std. pflückt Rosel in der Umgebung von Caduta Sassi Ginster. Offenbar hat Familie Donner ihren Sommerurlaub also schon im Frühjahr absolviert und legt somit beim Baden eine erstaunliche Unempfindlichkeit gegen kaltes Wasser an den Tag (vielen Dank an Gabriela Schwan, die uns im Mai 2016 auf diesen Fehler hinwies).

Auch folgender Fehler entstammt der ersten Folge: Zwischen 0:23:05 Std. und 0:23:15 Std. trinkt zunächst Bea aus einem Glas, das halbvoll ist, als sie es ansetzt. Dann reicht sie es sofort ihrer Mutter und als diese es übernimmt, ist es dreiviertelvoll.
Und zu guter Letzt findet sich in dieser Folge noch folgender Fehler: Bei 0:34:30 Std. fällt das Motorino mit einem Reifenschaden aus. Man sieht deutlich, dass es der Hinterreifen ist. Es wird zur Reparatur in die Werkstatt in Montecastello gebracht. Als Bea es bei 0:41:50 Std. wieder abholt, überzeugt sie sich kurz, ob alles wieder in Ordnung ist, allerdings prüft sie dabei den Vorderreifen…

In Folge 2  zwischen 0:27:40 Std. und 0:28:15 Std. siezt, duzt und siezt Rosl den Hermann (genau in dieser Reihenfolge).
Donners putzen sich die Zähne offenbar grundsätzlich ohne Zahnpasta. Jedenfalls hört man vor 0:28:15 Std. eindeutig Putzgeräusche, sieht aber anschließend genauso eindeutig keinen Schaum auf Julius‘ Bürste und in seinem Mund. Bea wiederholt dieses Kunststück in Folge 19 bei 0:41:11 Std.

Na, wenn das Objekt, das sich da in Folge 3 bei 0:01:35 Std. im Wasser spiegelt, mal nicht das Filmmikro ist!

In „Die Quelle” (Folge 4) wird Julius bei 0:08:38 Std. von Daphnes Katze an der Stirn gekratzt, doch schon am selben Abend (0:11:15 Std.) ist von der blutigen Schramme nichts mehr zu sehen (vielen Dank an Claudia Heinen, die uns am 16.01.2016 auf diesen Continuity-Fehler aufmerksam gemacht hat).
Bei 0:10:45 Std. sieht man, wie ein Strafmandat auf dem Volvo der Familie Donner befestigt wird. Das Knöllchen trägt das Datum 18. oder 19.09.1989. Die Donners sind auf der Hinfahrt in die Toskana. Ein Blick auf den Ferienkalender entlarvt Bea und vor allem Julius (!) als Schulschwänzer, denn die Sommerferien endeten in Bayern bereits am 11.09.1989! Aufgrund des wahrscheinlich korrekten Datums auf dem Knöllchen darf man auch annehmen, dass diese Szene, obwohl sie in der Folge 4 (also am Anfang des Sommers) spielt, erst am Ende der Sommerdrehzeit aufgenommen wurde.
Ebenfalls in Folge 4 sieht man bei 0:13:26 Std. f. den Schatten der Kamera auf der Kühlerhaube des Volvos. Im Übrigen verstößt Rosl hier ganz unverfroren gegen die seit April 1989 in Italien geltende Gurtpflicht (Julius natürlich nicht)! Als Julius es sich bei 0:44:05 Std. in einem Liegestuhl bequem macht, nähert sich Rosl aus dem Hintergrund. Sie ruft ihn und er dreht sich – sitzend – zu ihr um. Als Rosl ihn einen kurzen Augenblick später erreicht, sieht man ihn liegend und in das Buch vertieft (ebenfalls entdeckt von Claudia Heinen).

In Folge 5 führt Markus‘ gefährliches Überholmanöver bei 0:01:40 Std. f. zu einem Fastunfall. In der Totalen sieht man deutlich, dass die Szene mit zwei Stuntmen gedreht wurde. Zu allem Überfluss hat die Person auf dem Beifahrersitz plötzlich eine dunkle Sonnenbrille auf, so dass man es auch in Realgeschwindigkeit erkennen kann. Am Anfang der Szene sieht man zudem erneut den Schatten der Kamera auf der Motorhaube. Darüber hinaus ist Julius‘ Bitte, Markus möge zum Zwecke eines Dankgebets zur Abbazia San Galgano abbiegen, absolut überflüssig. Der Beinaheunfall ereignet sich bereits auf der Straße, die automatisch zu der Abtei führt und im weiteren Verlauf in einer Sackgasse mündet.

Hermann, der Julius sonst immer duzt, siezt den Herrn Studienrat in Folge 6, „Der Schatz der Etriusker” bei 0:38:12 Std. plötzlich (entdeckt von Clauia Heinen im Juni 2016).

Der Schauspieler, der in Folge 3 und 6 den Michele spielt (Antonello Peleggi), wird im Abspann von Folge 6 zur Frau (Antonella Peleggi).

In Folge 7, „Die letzte Rose”, ist während des Gesprächs zwischen Hermann und Alex an der Wand der Bar der unruhige Schatten des Mikros zu sehen (ab 0:04:28 Std. und dann noch mal ab 0:04:45 Std.) zu sehen (ebenfalls entdeckt von Claudia Heinen).
Bei Julius‘ und Veras Spaziergang zwischen 0:09:55 Std. und 0:10:05 Std. ist erneut der Schatten des Mikros unten rechts im Bild. Bei 0:18:13 Std. spiegelt sich in der Leuchte vom Motorrad der Kamerawagen mit geöffneter Schiebetür und Kamera, bei 0:20:22 Std. das Mikro auf dem Tank.
In derselben Folge sieht man Hermann bei 0:15:49 Std. relativ frisch rasiert aus dem Alimentari kommen. Die anschließende Motorradfahrt mit Rosl scheint die Produktion seiner männlichen Hormone anzuregen, denn um 0:22:20 Std. hat er einen Drei-Tage-Bart!

In „Der wilde Mann” (Folge 8) sieht man bei 0:02:15 Std., wie Julius den Kofferraum belädt und einen Schatten in Richtung Sonne wirft. Anschließend spiegeln sich in den Seitenfenstern des Volvos links unten die Kamera und rechts ein Sonnenschirm, unter dem wahrscheinlich gerade die Regisseurin sitzt.
Etwas später geht ein heftiger Regenschauer nieder und wer genau hinschaut, sieht vor der Tür, die zur Terrasse hinausführt, eine Pfütze. Das Wasser läuft aber nicht nur unter der Tür durch, sondern tropft auch im Wohnzimmer von oben herunter!
Bei 0:46:30 Std. bringt der Ober die Karte für den Fall, dass jemand ein Dessert bestellen möchte. Julius nimmt sie freudig entgegen und sagt, Daphne solle als Erste auswählen. Ein paar Dialoge später bestellt sie dann ein Tiramisu und gibt dem Ober die Karte zurück. Der fragt nicht groß, ob jemand anderes etwas möchte, und geht einfach.
Kurz darauf (0:47:30 Std.) reisen die Donners ab. Auf dem Dachgepäckträger ihres Volvos liegen immer noch die zwei Lederkoffer, die doch nun schon ein Gewitter hinter sich haben und locker noch in den Kofferraum gepasst hätten. Wer macht denn sowas?

In Folge 9 („Halali”) spricht Daphne bei 0:19:43 Std. von Inserenten, meint aber wohl Interessenten (entdeckt von Claudia Heinen).
Bei 0:25:05 Std. spielen Daphne und ihre Gäste „Mensch ärgere dich nicht”. In dem Moment, wo Julius das Haus betritt, würfelt Daphne eine Zwei, setzt aber vier Felder weiter. Daphne mogelt! In der sich direkt anschließenden Szene schreckt Daphne aus dem Sofa hoch, weil sie Julius gewahr wird, obschon Julius das Zimmer bereits betreten hat, als sie würfelt, und auch vorher schon zu den Anwesenden gesprochen hat.

In „Frohes Fest” (Folge 10) bei 0:46:45 Std. ff. erzählt Hermann auf der Silvesterfeier, dass er Julius „damals” unter den Tisch getrunken und so den Verkauf des Hauses verhindert habe. Wohlgemerkt, es ist Silvester und Julius ist erst am zweiten Weihnachtstag in der Toskana angekommen. Das Gelage von Hermann und Julius kann frühestens am 27.12. stattgefunden haben. Auch in Wien ist das sicher noch nicht „damals”!

In Folge 12, Alarm-Sigi”, wird Neveo in der Untertitel-Übersetzung zweier Dialoge (0:03:02 Std. u. 0:06:42 Std.) zu Nevio.

Als in Folge 13, Zefir”, bei 0:01:00 Std. das Dorffest angekündigt wird, wird auf dem Plakat als Termin Sonntag, 13. August genannt. Den gab es aber im Jahr 1992 gar nicht (zuletzt 1989, dann erst wieder 1995).
Kurz darauf, bei 0:02:51 Std., kommen drei Komparsen von links ins Bild. Der Junge, der rechts geht, bekommt von der Regieassistenz offenbar die Anweisung, noch einen Moment zu warten, bevor sie weitergehen. Er hält kurz inne und weist die anderen beiden Jungen darauf hin. Es ist aber zuspät, sie sind längst im Bild!
Schon bevor Sigi bei 0:17:44 Std. den Tonarm des Plattenspielers berührt oder gar abhebt, wird die Musik leiser und ausgeblendet (entdeckt von Claudia Heinen im Februar 2016).

In Folge 15, Weinlese, übersetzt Markus ab 0:30:57 Std. Salvatores Tischrede – und weiß offenbar schon im Voraus, was Salvatore gleich sagen wird, nämlich dass man auf den neuen Wein anstoße solle.
Als Julius in der Bar per Ferngespräch nach München telefoniert (und zwar mit einem alten Wählscheibentelefon), müsste er theoretisch eine längere Nummer (inkl. Vorwahlen) wählen – was auf diesem Apparat auch einige Zeit in Anspruch nehmen dürfte. Dann müsste er zudem das „Freizeichen“ abwarten. Tatsächlich ist er aber schon nach 1 oder 2 Sekunden bzw. „Drehungen“ fertig (0:19:46 Std.).
Beim Essen im Hof ist der Schatten der Kamera ab 0:34:15 Std. auf den Rücken der Gäste zu sehen (alle drei Fehler entdeckt von Claudia Heinen im Mai und Juni 2016).

In Folge 16, Puschl, liest Giorgio bei 0:06:00 Std. in der Gazetta dello Sport. Entweder ist in Montecastello schwer an Zeitschriften heranzukommen oder Giorgio leidet an Gedächtnisschwund, denn exakt dieselbe Ausgabe der Zeitung hält Neveos Chef, der Besitzer der Autowerkstatt, bereits in Folge 12, Alarm-Sigi, bei 0:03:57 Std. in der Hand (also rund vier Monate vorher).
Ein wenig später kommt Bea bei 0:07:00 Std. auf dem Motorino den Weg zum Haus von Neveo und seiner Nonna hochgefahren. Nur, zu welchem Zweck? Denn nachdem sie auf Aufforderung von Hermano abgestiegen und zu Neveo und Hermano rübergekommen ist, geht sie bei 0:08:07 Std. zurück zum Motorino und fährt in dieselbe Richtung zurück, aus der sie gekommen ist. Rätselhaft…
Bei 0:30:32 Std. spiegelt sich im oberen rechten Fenster der Tür der Kopf eines Crewmitglieds, das dort offensichtlich steht, um kurz darauf die Hühner in die richtige Richtung zu scheuchen.
So, wie Rosls Wagen bei 0:40:47 Std. vor dem Haus steht, hätte Julius nach dem Einkaufen unmöglich mit seinem Wagen daran vorbeigepasst.

In Folge 17 („Freddie und Frieda”) sieht man ab 0:31:55 Std., wie Sigi aus dem Wagen heraus durch die geöffnete Seitenscheibe des Renaults mit Freddie und Frieda spricht. Die Kamera, die in Höhe seines Kopfes platziert sein sollte und zu der Freddie und Frieda sprechen, filmt hingegen aus einer Position ca. 30 cm weiter vorne hinter der Scheibe.

In „Mitgehangen – Mitgefangen (Folge 18) bei 0:09:32 Std. scheint es, als husche dort noch flott ein Mitarbeiter der Filmcrew aus dem Bild. Die Bewegungen der Person deuten jedenfalls auf alles andere als auf eine koordinierte Aktion hin.
Ab 0:38:24 Std. spiegelt sich bei dem Gespräch zwischen Rosl und Sigi das Mikro in der Glasscheibe am linken Bildrand (entdeckt von Claudia Heinen im Mai 2016).

In „Feiertage (Folge 19) sieht man bei 0:08:47 Std., dass sich Tom bei dem Sturz eine blutende Wunde auf der linken Wange zugezogen hat. Schon wenige Sekunden später ist diese spontan abgeheilt und nicht mehr sichtbar. Stattdessen hat Tom nun einen großen Fleck (ein Häma-Tom ? 😉 ) auf der Stirn! Als er bei 0:14:35 Std. ins  Zimmer geschoben wird, hat er im Gesicht gar keine Wunden mehr (entdeckt von Claudia Heinen im Mai 2016).
Kurzt darauf sagt die Krankenschwester (in den deutschen Untertiteln), Tom werde operiert (0:17:50 Std.). Da er bereits einen dicken Gips trägt, dürfte die OP aber wohl schon gelaufen sein.
Tiziano und Daniela werden in den sportlicheren Surf-Szenen zwischen 0:23:30 u. 0:32:30 Std. gedoubelt. Auch auf etwas größere Entfernung erkennt man dies leicht an den Haaren und am Gesicht. In diesen Surf-Szenen findet man zudem zwei Continuity-Fehler. Die Clique (Bea und Markus sowie dessen Freundin Babs, Nora, Tiziano und Daniela) ist am Strand und man sieht an der Wasseroberfläche, dass wirklich „stehende Luft“ herrscht. Tiziano und Daniela (die übrigens ihren Surfanzug falsch herum anhat) schieben ihre Boards ins Wasser (bei null Wind), dann Szenenwechsel – und die beiden rasen bei geschätzten 5 Windstärken dahin. Wieder Schnitt an den Strand – die restliche Clique geht spazieren und weit und breit keine Spur eines Lüftchens. Überdies landet Daniela mit einem anderen Segelmodell an als sie gestartet ist (vielen Dank an Klaus Jedelhauser, der uns am 14.11.2014 auf diese Continuity-Fehler aufmerksam machte).

In „Nora (Folge 20) schiebt Julius zwischen 0:03:05 Std. und 0:04:00 Std. den Wagen aus dem Schlamm. Dabei werden sowohl das Auto als auch Julius‘ Kleidung und Gesicht  deutlich verschmutzt. Dass Julius und Bea zu spät zu der Beerdigung kommen, kann man sich nur dadurch erklären, dass sie noch eine Reinigung aufgesucht und schnell mit der Dyane durch die Waschstraße gefahren sind, denn sowohl Julius als auch der Wagen sind bei ihrer Ankunft wieder makellos sauber (entdeckt von Claudia Heinen im Mai 2016).

Als Siggi sich in der Folge 22 („Der Heiratsantrag”) mit dem Polizeichef vor dem Haus der Donners unterhält, läuft bei 0:06:48 Std. offenbar jemand vom Filmteam hinter der Kamera her und spiegelt sich dabei unfreiwillig in der Terrassentür (entdeckt von Claudia Heinen im Mai 2016).
Tags darauf geht Julius am frühen Morgen zu Nora (ab 0:21:29 Std.), zumindest soll diese Tageszeit dem Zuschauer suggeriert werden. Immerhin trifft Julius den Postboten und Herrmann öffnet ja auch gerade seinen Antiquitätenladen, der (so heißt es auf dem gut sichtbaren Schild) ab 10 Uhr aufmacht. In Wahrheit herrscht aber offensichtlich Abend, denn es ist dunkel, und die Straßenlaternen brennen. Als Julius Sekunden später in Noras Wohnung ankommt, ist es – wie man durchs Fenster sieht – helllichter Tag (ebenfalls entdeckt von Claudia Heinen im Mai 2016).

AUGENWeitere Auffälligkeiten

Die Werkstatt von Neveos Chef entpuppt sich bei näherem Hinsehen als ganz gewöhnlicher Hauseingang, vor den man eine Rolltor-Attrappe gestellt hat, die in Verbindung mit einem davor aufgebockten Fahrzeug den Eindruck vermittelt, hier handele es sich um eine echte Werkstatt. Man beachte im späteren Verlauf der Serie das Pin-up-Girl an der Wand (Folge 16, 0:33:15 Std.)! Weiteres Kuriosum am Rande: Die zur Werkstatt gehörende Zapfsäule liegt auf der gegenüberliegenden Straßenseite! Ob das in den 90er Jahren in den Dörfern der Maremma so gang und gäbe war, muss doch arg bezweifelt werden… Wie dem auch sei, wenn man heute nach „Montecastello” kommt, findet man dort weder eine Zapfsäule noch eine Werkstatt.

Ähnlich verhält es sich mit der Außendekoration von „Alarm und Sicherheit/Allarme e Sicurezza”, der Firma von Alarm-Sigi. Hier wurde lediglich eine rote Umrandung aus Holz um das vorhandene Schaufenster gestellt, die dann das Firmenschild des Ladens bildet. Wie praktisch! Kann man das doch nach Drehende schnell wieder verschwinden lassen und schwupps! das Haus wieder seiner eigentlichen Bestimmung übergeben.

In den Folgen 1 und 2 sieht man überall auf der Terrassenmauer und auf dem Dach des Hauses Bruchsteine, die dort wohl entweder platziert wurden, um den Ruinencharakter zu unterstreichen. In Folge 2, bei 0:02:51 Std. und 0:34:20 Std., wird dieser „Trick“, der wohl mehr in der Totalen auf das Unterbewusstsein des Zuschauers wirken soll, in Nahaufnahmen des Dachs sehr offensichtlich. Oder aber die Steine liegen dort tatsächlich, um die Dachpfannen zu fixieren, denn auch auf Bildern des Hauses von 2008 liegen Steine auf dem Dachfirst.

In Folge 7, „Die letzte Rose”, behauptet Axel, der Kumpel von Hermann, er sei mit dem Motorrad in 23 Minuten von der Bank in Siena bis nach Montecastello gefahren. Hut ab, denn je nachdem, welche Strecke man fährt, ist das eine Entfernung zwischen 80 und 100 km. Das entspricht einem Schnitt von 208 bis 261 km/h!
Bei 0:05:19 Std. kauft Julius einen Drahtzaun, um seine Rose vor den Ziegen zu retten. Und wo bekommt man sowas in der Toskana? Natürlich in der Legatoria Cornici di Bonfigli Pia, der Buchbinderei in der Via Moncini 52 in Massa Marittima! ;-).
SACKGASSEbenfalls in dieser Folge brausen Hermann und Rosl bei o:17:15 Std. vom Alimentari aus mit dem Motorrad in Richtung Kirche ab. Dort wartet aber in Wirklichkeit leider eine Sackgasse!
Bei o:24:34 Std. ist Vera mit ihrem Roller zu einem Restaurant gefahren. Der Roller hat kein Kennzeichen. Keineswegs gewagt, denn ein Versicherungskennzeichen für Motorroller gibt es in Italien nicht.

In „Alarm-Sigi” (Folge 12) schließt Julius bei 0:04:24 Std. ff. seinen Computer an. Wozu um Himmels Willen zieht er den Stecker zweimal aus der Steckdosenleiste wieder heraus, um ihn dann in einen anderen Anschluss der Steckdosenleiste wieder hereinzustecken? Als er vom Boden aufgestanden ist, steckt zudem ein anderer Stecker in der Steckdosenleiste, den er eigentlich im Aufstehen unmöglich hat hereinstecken können und den er natürlich ebenfalls sofort wieder herauszieht.

AMBULANZIn „Mitgehangen – Mitgefangen” (Folge 18) ruft Alarm-Sigi einen Krankenwagen für Julius, der auf dem Weg von der Polizeistation zu seinem Haus an einem Baum zusammengebrochen ist. Als Ort gibt er die Straße zwischen Montecastello und Caldana an. Ein kleiner Spaß, den sich die Filmmannschaft erlaubt hat, und gleichzeitig die Preisgabe des wahren Namens von Montecastello!

In die Panetteria (Bäckerei), die man in Staffel 1 häufiger sieht, zieht in Staffel 2 die Sicherheitsfirma von Siegfried Noske ein. Das ist ja an und für sich nichts Ungewöhnliches, aber es liegt doch sehr nahe, dass man der Einfachheit halber (und um nicht alle Ladenlokale im Dorf für die Serie leerräumen zu müssen…) die Bäckersfamilie aus- und dafür Sigi einquartiert hat.

In Folge 16 („Puschl”) sieht man neben dem Tor zu Knolls Haus einen Sicherheitszaun, der aber bereits nach wenigen Metern wieder endet. Seeehr sicher…
Später fährt Rosl von zu Hause aus zum Telefonieren. Hier wird dann auch klar, warum die Donners unbedingt ein eigenes Telefon brauchen: Wenn man nicht in der Bar telefonieren will, steht die nächste Telefonzelle an der Piazza Garibaldi in Massa Marittima, ca. 25 km von Montecastello entfernt! Interessanterweise fährt Bea ihr, nachdem sie Julius gegenüber bemerkt hat, dass es so viele Möglichkeiten zum Telefonieren ja hier nicht gebe, auch später noch mit dem Motorino nach. Wenn Neveo das Mofa nicht ein wenig frisiert hat, wird sie dafür mindestens eine Stunde unterwegs sein.
Bei 0:43:30 Std. nimmt Julius beim Nachschenken des Rotweins übrigens nicht mehr groß den Umweg über die Karaffe, er gießt direkt aus dem Kanister nach, denn die Karaffe hat er bereits bei 0:43:05 Std. geleert.

In der vierten Folge (Staffel 1) hat das Haus (zumindest im Erdgeschoss) Fenster und Türen erhalten. Sie sind naturfarben, also unbehandelt. Zwischen der 5ten und der 10ten Folge sind sämtliche Fenster- und Türrahmen weiß. Mit Beginn der Staffel 2  (ab Folge 11) sind sie wieder naturfarben. Da es sich um sehr teure Maßanfertigungen gehandelt haben muss, wird also wohl in der Zwischenzeit jemand alle Rahmen abgebeizt haben.

Im Vorspann der ersten Staffel knallt Neveo beim Aufstehen mit schöner Regelmäßigkeit mit der Stirn gegen das Nummernschild des über ihm befindlichen Autos. Anschließend hat er eine Schmutzmarke ca. einen Zentimeter über der Nasenwurzel. Erstens: In der Zeitlupe sieht man, dass er ungefähr in Höhe des Haaransatzes auf das Nummerschild aufprallt. Die Marke war also schon vorher da. Zweitens: Kein Wunder, dass er sich stößt, denn man sieht ja nichts, wenn man (schon vorher) die Augen zukneift 😉 .

In der zweiten Staffel hat die Bar Tripoli eine neue Theke.

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