Stuntmen

UNFALLMan sollte es nicht glauben, dass in einer Serie wie dieser, in der es eher ruhig und beschaulich zugeht, Stuntmen zum Einsatz gekommen sind. Aber in der einen oder anderen brenzligen Szene oder in Situationen, in denen besondere Fähigkeiten erforderlich waren, übernahm diese Aufgabe der Stuntman Holger Kriechel. Zum Beispiel die Szene, wo Axel in Folge 7 von Hermanns Haus aus mit dem Motorrad zurück nach Deutschland aufbrach. Holger Kriechel erinnert sich:

„Interessant zum Motorrad war der Drehort auf dem toskanischen Hügel mit Haus; denn mit einem Chopper/Cruiser auf einem vermatschten Feldweg zu fahren, war eine kleine Herausforderung. Dafür ist ein solches Motorrad nun mal überhaupt nicht geeignet. Für die direkte Vorfahrt am Haus saß der Schauspieler auf dem Krad; ansonsten wurde wegen der schlechten Wegverhältnisse aus Sicherheitsgründen beim Fahren gedoubelt.

Als Innenrequisiteurin war seinerzeit Geli WALTHER zuerst unter dem Ausstatter Hans Gailling verantwortlich. Das Donnerhaus wurde im Laufe der Serie von der Ruine zum Wohnhaus verwandelt. Das gemalte Bild (großes Bild auf Leinwand mit schildkrötenartigen, bräunlichen Teilen) im Donnerwohnzimmer (hatte Ausstatter Hans Gailling gemalt …), hing nach der Serie mehrere Jahre bei uns in der Firma; heute verschollen, denn wo es dann verblieb, weiß ich nicht mehr.

Und Muriel Baumeister war damals sehr jung und hatte noch nicht den Bekanntheitsgrad von heute (ich glaub, es war ihr erstes großes Filmprojekt, bin aber nicht sicher).

Sehr schön war die Unterstützung der Bevölkerung seinerzeit. Wir vom Team haben meist in von der Produktion gemieteten Häusern gewohnt und nicht in Hotels. Alles war sehr familiär.

Und die genialste Pizzeria der Welt ist VANNI in Massa Marittima direkt neben der Kirche; sensationell. Würde mir wünschen, wenn das heut auch noch so wär; wenn mal einer dort essen geht, bitte um Info.

Und witzig war die Szene mit dem Donner-Volvo und einem Haufen Umzugsgut auf dem Dach. Eine Herausforderung für die Ausstattung und Requisite, denn es sollte viel und chaotisch aussehen, aber musste natürlich auch verkehrssicher verstaut werden, damit beim Bremsen nicht die ganze Schose nach vorne runterfällt. Und das ganze Zeug musste mehrfach auf- und abgebaut werden, da ja bei  Film meist nicht chronologisch nach Drehbuch gedreht wird; also wurden Fotos gemacht, damit man das immer wieder so hinkriegt. Aber so können halt auch Fehler entstehen, wie [hier auf der] Seite bei FEHLER etc. gut beschrieben wird.“